Trainingsgruppe auf Tour

20.06.2013 19:08

Wolfsburger „Blaues Band“ wird zur windigen Sache

Zusammen mit Bärbel und Jürgen, Ralph und Sabine haben wir das Wochenende zur Congerranglistenregatta am Allersee verbracht.

Die Anreise am Samstagvormittag gestaltete sich noch sehr gemütlich. Trotz später als geplanter Abfahrtszeit fanden sich alle Teams sehr rechtzeitig vor der Steuermannsbesprechung um 13:00Uhr beim Wolfsburger-Yacht-Club ein.

Der Windfinder hatte zwar beachtliche Windstärken vorhergesagt, aber am Südufer des Sees war nicht viel davon zu merken. So legte sich beim routinierten Aufriggen auch schnell die Nervosität. Sogar zum Zeltaufbau und Einrichten der Fahrzeuge als Bettstatt blieb Zeit.

Eine gewisse -aber immer noch ungläubige- Unruhe setze erst wieder bei der Steuermannsbesprechung ein. Der Wettfahrtleiter sprach von Unwetterwarnung. Nun ja! Warten wir´s mal ab!

Schnell zeigte sich, dass das südliche Seeufer durch die hohen Bäume im Windschatten lag und daher deutlich mehr Wind ab der Mitte des Sees auf uns zukam.

Vom Unwetter blieben wir zwar verschont –trotz bedrohlich dunkler Gewitterwolken- aber herausfordernd war es allemal. Den ersten Lauf konnten wir dank etwas geringer Windstärke noch gut zu Ende fahren. Den Start hatten wir allerdings vermasselt sodass ein 8 Platz herauskam. Bärbel und Jürgen als 13. und Ralph und Sabine als 17. waren die weiteren Platzierungen.

Der zweite Lauf zeigte uns dann aber unsere Grenzen auf. Nachdem wir bei „Hoch am Wind“ und offenem Groß und offener Fock immer noch auf der Kante ausreiten mussten bekamen wir langsam Respekt. Als die ersten Conger kenterten entschlossen wir uns zum Abbruch und hangelten uns zurück zum Steg. Ralf und Sabine verpassten leider diesen Moment und wurden durchnässt von der DLRG am Steg abgeliefert. Durchgekämpft haben sich jedoch Bärbel und Jürgen. Alle Achtung zu dieser Leistung! Sie wurden bei diesem Rodeo 12. und platzierten sich damit in der Gesamtwertung einen Platz vor uns. Glückwunsch!!

Der geplante dritte Lauf wurde dann am Samstag nicht mehr gesegelt. Bei der Abendveranstaltung mit Gegrilltem, Getränken, Musik und Tanz war dann der einhellige Tenor, dass das eine der härteren Regatten der letzten Jahre war. Nicht nur die Windstärke (es gab die üblichen gefühlten Differenzen von 5-8) vor allem aber die schnellen Wechsel von 2-3 auf naja 5-6 und gleichzeitige Dreher von bis zu 60° machten diese Läufe auf dem Allersee zu einer sehr windigen Sache.

Am Sonntag stellte sich leider so überhaupt keine Besserung ein. Im Gegenteil! Sowohl Windstärke und Windrichtungsänderungen hatten noch zugenommen. Es wurde von den Cracks aber dennoch ein Lauf zu Ende gesegelt. Wir SCSler waren zwar alle ausgelaufen, haben aber dann aus unserer Sicht Vernunft walten lassen und sind zurückgefahren. Wir konnten das Geschehen dann von außen betrachten. Für uns bekam die Veranstaltung etwas von Kegeln auf dem Wasser. Von 18 Conger schafften es nur 9 in die Wertung. Sogar ein Kielzugvogel aus der gemeinsam gestarteten Yardstickgruppe fiel gleich zweimal um. Aufrichten war für den Kollegen Dank Kielbombe allerdings deutlich einfacher als für unsere Conger.

Hilmar aus Wolfsburg kenterte zweimal. Beim ersten Mal gelang es relativ problemlos die „Samun“ wieder aufzurichten. Beim zweiten Mal brauchten Sie allerdings die Hilfe der Sicherungsboote. Danach gelang es ihnen aber, das bis obenhin vollgelaufene Boot weitestgehend wieder leerzusegeln. Bei den geschilderten Bedingungen ist das  auch ein Meisterstück. Bastian und Carolin eine extra aus Stuttgart angereiste Congercrew traten ebenfalls durchnässt die Heimreise an. Sie kenterten nach erfolgreichem Aufrichten gleich wieder komplett durch.

Ach ja, vorne wurde auch tatsächlich noch um die Wette gefahren. Und das wiederum sah zum Teil so problemlos aus, dass wir uns fragten warum wir zurückgefahren sind. Gewonnen hat übrigens Naumann/Stahl vor Nalop/Nalop und Pechstein/Goeken. Die Routine macht es halt aus.

Als Quintessenz bleibt für uns:

Wenig gesegelt dann aber richtig! Viel erlebt und gelernt! „Übung macht den Meister“ soll für uns das Ziel bleiben.

Blue Skies & Fair Winds

Anna & Frank

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