Störtebeker Opti Cup 2016

23.06.2016 22:00

23. Juni 2016, 5:30 Uhr morgens: Es ging los – wir machten uns auf den Weg zum Störtebeker Opti Cup nach Helgoland. An dieser frühen Uhrzeit war einzig und allein die Fähre schuld, die wir in Cuxhaven pünktlich erreichen mussten, doch die Vorfreude auf Helgoland machte auch ein sehr frühes Aufstehen möglich.
Den Abend zuvor haben unsere Trainer bereits den Anhänger mit den Booten abgegeben, der schon in der Nacht von Helfern des SOCs auf den Frachter verladen wurde.
Nachdem wir dann auch noch unser Gepäck in Cuxhaven in großen Boxen verstaut hatten, konnte es endlich losgehen.
Die zweieinhalbstündige Fahrt auf der Fähre Helgoland wurde größtenteils mit Kartenspielen unter Deck verbracht. Ab und zu wagte es der eine oder andere, einen Schritt vor die Tür zu machen, doch verschlug es ihn aufgrund der mangelnden Aussicht und des feuchten Nebels schnell zurück an den Kartentisch.
Auf Helgoland angekommen war das Wetter auch nicht besser geworden, doch das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so dramatisch. Wichtiger war, dass wir uns zunächst einen wunderschönen Zeltplatz mit kurzen Wegen zu den Toiletten (gaaanz wichtig!!) und einer schönen Aussicht über das Meer sichern konnten. Nach Ankunft der Container mit unserem Gepäck ging es ans Aufbauen und Einräumen der Zelte.
Auch als wir damit fertig waren, sollte es nicht langweilig werden. Die Boote mussten ja auch noch vom Anhänger runter und so machten wir noch ordentlich Sport, als der Anhänger über die Insel geschoben werden musste.
Nachdem all die Arbeit erledigt war, konnten wir den Abend gemütlich beim Kartenspielen genießen.

24. Juni 2016: Heute sollte der erste Segeltag sein und so starteten wir in einen sehr straffen Tagesplan: 7:30 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr Steuermannsbesprechung und 10:00 Uhr erster Start. Zudem wurde noch der Hinweis gegeben, die Boote sollten bereits zwei Stunden vor dem ersten Start langsam aufs Wasser gehen…. Doch so weit sollten wir heute gar nicht kommen: Bei der Steuermannsbesprechung wurde die erste Startverschiebung von zwei Stunden aufgrund des Nebels angekündigt, zwei Stunden später wurde um eine weitere Stunde verschoben bis schließlich bekannt gegeben wurde, dass heute keine Wettfahrt mehr stattfinden wird. Damit die Boote nicht umsonst aufgebaut waren, konnten wir diese schon einmal vorab auf die Sicherheit prüfen lassen. Dies wurde jeden Tag vor dem Lossegeln erneut kontrolliert, damit die wichtigen Sicherheitsmaßnahmen wie das Mitführen einer ordentlichen Schleppleine oder zwei großer Pützen nicht vernachlässigt werden. Unsere Boote waren jedenfalls in Ordnung, sodass wir guten Gewissens zu einem umfangreichen Inselrundgang aufbrechen konnten und uns anschließend im Schwimmbad austobten.

25. Juni 2016: Endlich ging es aufs Wasser! Nachdem wir den straffen Zeitplan gemeistert hatten, wurden wir dieses Mal nicht von einer Startverschiebung ausgebremst, sondern konnten nach dem Sicherheits-Check aufs Wasser gehen und wurden in das Regattagebiet mit Motorbooten geschleppt. Draußen gab es dann zunächst doch wieder eine Enttäu-schung, denn dieses Mal wurde auf dem Wasser die Startverschiebung angekündigt. So hieß es erneut warten, bevor wir dann doch noch segeln konnten. Die Windbedingungen waren allerdings noch nicht beständig, wodurch die Bahn mehrmals verkürzt und dann doch wieder verlängert wurde. Der Wind wurde zwar nach und nach mehr, dennoch durften wir vor dem zweiten Lauf wieder warten, nachdem in der letzten Minute der Startvorbereitung von Opti-A wieder abgebrochen und eine Startverschiebung angekündigt wurde.
Schließlich konnte die zweite Wettfahrt dann noch gesegelt werden und im letzten Lauf hat-ten sogar die Wellen zugenommen, sodass man diese auf dem Vorwindkurs hinuntersurfen konnte. Somit war dieser zweite Segeltag doch noch ein voller Erfolg.

26. Juni 2016: Heute verlief alles reibungslos – kein Nebel, keine Flaute und damit auch keine Startverschiebung. Nachdem wir wieder hinausgeschleppt wurden, mussten wir uns heute zum ersten Mal mit der ungewohnten Strömung vertraut machen, die am Tag zuvor nicht zu merken war. Dies hatte zur Folge, dass viele Segler gegen die Tonnen getrieben sind und sich durch einen Kringel von der Strafe befreien mussten. Da heute bereits der letzte Segeltag war, konnten wir nur bis 14:00 Uhr starten und schafften trotzdem noch 3 Läufe. Im Ge-samtergebnis wurde daher das schlechteste Ergebnis der 6 Wettfahrten nicht in die Wertung genommen.
Auch wenn das Segeln anstrengend war, mussten wir den weiterhin straffen Zeitplan einhal-ten und schnell die Boote auf den Anhänger verladen, damit der Anhänger pünktlich an der Verladestelle war.
Am Abend fand dann noch die Siegerehrung statt, bei der alle auf ihre Ergebnisse stolz sein konnten: Auf dem 8. Platz war Magnus Uhlisch, gefolgt von Lilly Hahn auf Platz 14, drei Plät-ze dahinter wurde Lucas Wiese 17., Ole landete auf dem 22. Platz direkt vor Anna Szymanski, die somit den 23. Platz belegte und Lukas Hölscher wurde 30. Das gesamt Ergebnis ist auf der Seite des Störtebeker Opti Cups zu sehen.

27. Juni 2016: Heute war der Abreisetag. Wir mussten zunächst die Zelte wieder abbauen und unser Gepäck in den Containern verstauen. Nachdem dies erledigt war, hatten wir noch viel Freizeit, da die Fähre erst am Nachmittag zurück nach Cuxhaven fuhr. So tobten wir mit dem Hund aus dem Nachbarszelt und lernten noch zwei andere Segler kennen, mit denen wir noch Werwolf spielten, bis wir zur Fähre mussten.
Schon auf dem Rückweg nach Sarstedt sind viele von uns sehr erschöpft von den letzten Ta-gen aber mit Sicherheit auch sehr zufrieden mit den Erlebnissen auf Helgoland im Auto eingeschlafen.

Trotz der unglücklichen Wind- und Wetterbedingungen war der Störtebeker Opti Cup ein sehr schönes und besonderes Erlebnis und wird uns in guter Erinnerung bleiben!!

 

6 junge Segler vom Segelclub Sarstedt segeln vor Helgoland

Jedes Jahr findet auf Helgoland die einzige deutsche Hochseeregatta für Optimisten, die Bootsklasse für Segler bis zu einem Alter von 15 Jahren, statt.
Mit Frachtern werden die Optimisten nach Helgoland transportiert, das Gepäck wird in Con-tainern verstaut und alle Segler mit Begleitpersonen müssen mit der Fähre zur Hochseeinsel kommen. All das ist nur mit Sponsoren, vielen Helfern und einer außerordentlich guten Or-ganisation zu schaffen, die bereits Monate vor dem Event anläuft. Auch auf der Insel ist alles besonders: 150 Segler und Begleitpersonen suchen auf Helgoland eine Unterkunft. Einige mieten sich Ferienwohnungen während andere auf öffentlichen Wiesen dank einer Ausnah-megenehmigung zelten können.
Wenn die Boote auf der Insel abgeladen werden, stehen an der ganzen Strandpromenade die Optimisten dicht an dicht bereit für den Einsatz auf hoher See.
Der Andrang auf den SOC ist so groß, dass die beliebten Plätze häufig binnen weniger Minu-ten ausgebucht waren.
Doch dieses Jahr waren auch 2 Seglerinnen und 4 Segler des Segelclub Sarstedts dabei und berichten von ihren Erlebnissen:

23. Juni 2016, 5:30 Uhr: Es ging los – wir machten uns auf den Weg zum Störtebeker Opti Cup nach Helgoland.
Den Anhänger haben unsere Trainer bereits abgegeben und nachdem wir auch unser Gepäck in Cuxhaven in Containern verstaut hatten, konnte es endlich losgehen.
Die zweieinhalbstündige Fahrt auf der Fähre wurde größtenteils mit Kartenspielen unter Deck verbracht.
Auf Helgoland angekommen war das Wetter wie bereits auf der Hinfahrt sehr neblig, doch das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so dramatisch.
Nach Ankunft der Container mit unserem Gepäck ging es ans Aufbauen und Einräumen der Zelte, dann wurde noch der Anhänger abgeladen und schließlich ließen wir den Abend beim Kartenspielen ausklingen.

24. Juni: Heute sollte der erste Segeltag sein, der folgenden Tagesplan vorsah: 7:30 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr Steuermannsbesprechung und 10:00 Uhr erster Start. Bei der Steuer-mannsbesprechung wurde allerdings eine Startverschiebung von zwei Stunden aufgrund des Nebels angekündigt, dann wurde um eine weitere Stunde verschoben bis schließlich keine Wettfahrt mehr stattfinden konnte. Damit die Boote nicht umsonst aufgebaut waren, konn-ten wir diese vorab auf die Sicherheit prüfen lassen. Unsere Boote waren in Ordnung, sodass wir guten Gewissens zu einem umfangreichen Inselrundgang aufbrechen und uns anschlie-ßend im Schwimmbad austoben konnten.

25. Juni: Endlich ging es aufs Wasser! Nachdem wir den engen Zeitplan erneut gemeistert hatten, wurden wir dieses Mal nicht von einer Startverschiebung ausgebremst, sondern konnten nach dem Sicherheits-Check aufs Wasser gehen und in das Regattagebiet mit Mo-torbooten geschleppt werden. Draußen gab es dann doch wieder eine Enttäuschung, denn dieses Mal wurde auf dem Wasser die Startverschiebung angekündigt. So mussten wir so-wohl vor dem ersten als auch vor dem zweiten Lauft erneut warten, auch wenn der Wind zunahm. Im letzten Lauf hatten schließlich sogar die Wellen zugenommen, sodass man diese vor dem Wind hinuntersurfen konnte.

26. Juni: Heute verlief alles reibungslos – kein Nebel, keine Flaute und damit auch keine Startverschiebung. Heute mussten wir uns dafür zum ersten Mal mit der ungewohnten Strömung vertraut machen, durch die viele Segler gegen die Tonnen getrieben sind und sich durch einen Kringel von dem Regelverstoß befreien mussten.
Am Abend fand dann noch die Siegerehrung statt, bei der alle auf ihre Ergebnisse stolz sein konnten. Das gesamt Ergebnis ist auf der Seite des Störtebeker Opti Cups zu sehen.

27. Juni: Heute war der Abreisetag. Wir mussten zunächst die Zelte wieder abbauen und unser Gepäck in den Containern verstauen, bevor es am Nachmittag zurück nach Cuxhaven ging.
Schon auf dem Rückweg nach Sarstedt sind viele von uns sehr erschöpft von den letzten Ta-gen aber mit Sicherheit auch sehr zufrieden mit den Erlebnissen auf Helgoland im Auto ein-geschlafen.

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